Weihnachtliche Klänge im Heimathaus am Mühlendamm – ein vielfältiges Programm mit Geschichten und Musik

Bräuche und Lieder zur Weihnachtszeit sind seit jeher Ausdruck einer tiefen menschlichen Sehnsucht nach Frieden, Sinn und Geborgenheit. Daher hatte der Vorstand des Heimatvereins auch in diesem Jahr wieder zu einem unterhaltsamen Nachmittag eingeladen, der die Zeit zwischen den Feiertagen auf besondere Weise bereicherte. Rund 50 Gäste, die beim Eintreffen am Heimathaus von einer drei Meter hohen Nordmanntanne begrüßt wurden, waren der Einladung zum Weihnachtslieder Singen gefolgt und wurden vom Vorstandsteam in der mit viel Tannengrün und Kerzen liebevoll dekorierten guten Stube empfangen. Doch bevor das Weihnachtsliederpotpourri mit den ersten Tönen von „Oh Tannenbaum“ von Karin Brinker am Akkordeon erklang, gab es bei Kaffee und den von den Vorstandsdamen gebackenen Keksen und Piepkuchen ausreichend Gelegenheit, sich über die diesjährigen Geschehnisse an den Weihnachtsfeiertagen auszutauschen. Um alle Lieder mitsingen zu können, waren Liederhefte ausgelegt worden, die jedoch von den allermeisten gar nicht gebraucht wurden, so textsicher waren die Gäste -und dass oftmals über die ersten beiden Strophen hinaus. Punsch und Glühwein sorgten für wohlige Wärme und unterstrichen die nachweihnachtliche Stimmung. Eine besondere Bereicherung waren an diesem Nachmittag jedoch die Lesungen zwischen den Liedern: Christa Berning, bekannt als langjährige Spielleiterin der Niederdeutschen BühneRheine, trug auf hoch- und plattdeutsch weihnachtlich angehauchte Geschichten vor, die bei den Zuhörerinnen und Zuhörern für viele Schmunzler und nachdenkliche Momente sorgten. Auch die zusammen mit Marita Krühler-Brüggemann humorvoll gespielte Geschichte über eine Frau, die wegen ihrer vermeintlichen Rückenschmerzen zu früh im Himmel ankam und bei einem Engel für reichlich Verwirrung sorgte, trug sehr zur Erheiterung der Gäste bei. Dieser Nachmittag zeigte, dass „O du fröhliche“, „Leise rieselt der Schnee“ und weihnachtliche Geschichten trotz aller Krisen und täglicher Hiobsbotschaften ihren Zauber nicht verloren haben und noch immer schöne Kindheitserinnerungen wachrufen. Nach dem Gesang von altbekannten und auch neuen Weihnachtsliedern klang der Nachmittag mit einer kleinen Auswahl volkstümlichen Liedguts aus, bevor Teamsprecher Karl Dropmann die Gäste nach mehr als zwei Stunden bester Unterhaltung mit guten Wünschen fürs Neue Jahr in den Sonntagabend entließ und auch Karin Brinker sich mit dem gefühlvollen „Nehmt Abschied Brüder“ von den Gästenverabschiedete. Beim Nachhause gehen zeigten sich die Besucherinnen und Besucher rundum zufrieden .